Um gute Lebensbedingungen für die Menschen eines Stadtteils oder einer Gemeinde zu gewährleisten, ist die Schaffung barrierefreier Quartiere und die Entwicklung inklusiver und partizipativer Wohnkonzepte von hoher Bedeutung. Die Gestaltung dieser Aufgaben kann nicht den Kommunen und der Wohnungswirtschaft überlassen werden. Die betreffenden Bürgerinnen und Bürger – ob beeinträchtigt oder nicht – sind gefragt, sich in die Gestaltungsprozesse einzubringen. Und auch Fachkräfte aus den Bereichen der Heilpädagogik und der Sozialen Arbeit werden benötigt, wenn es um die Orientierung an den Bedürfnissen, die Aktivierung von Ressourcen sowohl der Menschen als auch der Quartiere selbst geht. Gemeinsam zu analysieren sind die vorhandenen oder zu schaffenden Gebäude, Plätze, infrastrukturellen Bedingungen, Verkehrsanbindungen, Netzwerke und Nachbarschaften.

Die Veranstaltung soll dazu beitragen, Best-Practice-Beispiele einer solchen Quartiersentwicklung vorzustellen, Erfahrungen über Beratungs-, Bildungs- und Kulturarbeit im Stadtteil zu besprechen, Modelle der Kooperation, Koordination und Vernetzung öffentlicher und privater Dienste im Stadtteil kennenzulernen und den sozialräumlichen Gedanken der heilpädagogischen Arbeit zu konkretisieren.

Referent: Prof. Dr. Jens Jürgen Clausen