Grußwort ver.di

Frank Werneke | Vorsitzender
Frank Werneke | Vorsitzender
Sylvia Bühler | Foto: Kay Herschelmann
Sylvia Bühler | Foto: Kay Herschelmann

Liebe Kolleginnen und Kollegen, zur 55. Bundesfachtagung des Berufs- und Fachverbandes Heilpädagogik grüßen wir euch herzlich!

Eure Arbeit ist von unschätzbarem Wert, da ihr Barrieren abbaut, Diskriminierung überwindet und die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen fördert. Euer Einsatz für Gerechtigkeit und Solidarität, festgehalten in den Grundwerten der Menschenrechtsprofession, ist bewundernswert und unerlässlich für den Aufbau einer offenen, vielfältigen und toleranten Gesellschaft. Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam gegen rechte Parteien und Strömungen einsetzen, um diese Werte zu verteidigen.

Als gewerkschaftliche Interessenvertretung von Heilpädagog:innen und weiterer Professionen in diesem
wichtigen Arbeitsfeld steht ver.di für gute Ausbildungs und Arbeitsbedingungen sowie Anerkennung eurer anspruchsvollen Arbeit ein. Zu guten Arbeitsbedingungen gehört, dass Führungskräfte ihren Beschäftigten persönliche Wertschätzung entgegenbringen und alle Beschäftigten gehört werden.

ver.di setzt sich für eine Stärkung von Demokratie und Mitbestimmung in Betrieben ein und unterstützt Beschäftigte darin, Arbeitnehmervertretungen, also Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen zu gründen. Es zeigt sich: Mit Interessenvertretung läuft es am besten. Anerkennung drückt sich nicht zuletzt im Einkommen für die geleistete Arbeit aus. Nur 23 Prozent der Beschäftigten, die mit Menschen mit Behinderungen arbeiten, halten laut einer Umfrage der TU-Darmstadt ihr Einkommen für angemessen. Dieses Missverhältnis zwischen Engagement und Entlohnung empfinden viele Fachkräfte als psychisch belastend und drängt sie aus dem Arbeitsfeld. Gute Bezahlung ist auch eine wichtige Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. Als Gewerkschaft verhandelt ver.di Tarifverträge, die das Gehalt, aber auch Wochenarbeitszeit und Urlaubsanspruch regeln. Im öffentlichen Dienst konnten wir mit den Tarifabschlüssen 2022 und 2023 für Heilpädagog:innen wichtige Verbesserungen in der Eingruppierung, deutliche Entgeltsteigerungen, sowie zusätzliche freie Tage
erreichen. Gut, dass auch immer mehr Beschäftigte sich gewerkschaftlich organisieren und sich für ihre eigenen Interessen stark machen. Gemeinsam können wir viel erreichen.

Engagierte Belegschaften bei freien Trägern, die teilweise weit unter dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst zahlen, kämpfen ebenfalls mit uns, um gute Tarifverträge durchzusetzen.

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem BHP.

Frank Werneke
Vorsitzender

Sylvia Bühler
Mitglied des Bundesvorstandes Bundesfachbereichsleiterin Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft